Donnerstag, 25. Februar 2010

Lernen oder Scheitern

Ich hab festgestellt, dass man aus Situation entweder lernen oder einfach resignieren kann.
Ich bin in einer Familie mit Eltern aufgewachsen, die mich nicht unter Druck gesetzt haben und denen ich nichts durch meine Leistungen beweisen musste.
Hier in Texas ist es genau das Gegenteil. Bei allem was ich tue, habe ich Angst es falsch zu machen.
Mir geht es fast immer um Andere, ich will die Menschen, die ich gerne habe, nicht enttaeuschen, sondern sie erfreuen und ihnen keine Probleme bereiten, sondern ihnen helfen.
Hier, in meiner Gastfamilie, mache ich die Erfahrung, dass egal was ich auch tue und so sehr ich versuche alles richtig zu machen es doch nie ausreicht und immer etwas nicht gut genug oder einfach falsch ist.
Ich komme oft an den Punkt einfach aufzugeben und mir einfach keine Muehe zu geben, denn es kostet eine Menge Kraft. Doch ich weiss, dass ich nicht aufgeben darf, wenn ich resigniere, werde ich auch nicht weiter kommen. Ich weiss, dass ich dadurch viel lerne, auch wenn es arg hart ist und fuer mich vor allem verletzend.
Ich hab in den letzten sechs Tagen zwei Abende frei gehabt und diese mit meiner Gastfamilie verbracht und mich deren Taetigkeiten angeschlossen. Ich versuche mit ihnen Zeit zu verbringen wo ich nur kann, auch wenn ich weiss, dass ich in den naechsten zehn Tagen immer arbeiten muss und meine freie Zeit fuer mich nutzen koennte. Doch sie scheinen das nicht zu schaetzen. Stattdessen bekomme ich zu hoeren, dass ich nicht an Andere denke, da ich meine Waesche zu einem Zeitpunkt wasche, an dem meine Gastmutter ihre Waesche waschen moechte. Dass ich ruecksichtslos bin, da ich Frazer ueber ein Stueck ihres Rasens habe fahren lassen (es waren ca 10cm). Dass ich nur an mich denke, da die Schokolade die ich gekauft habe in mein Zimmer gelegt habe. Dass ich meine Jalousie offen gelassen habe und jeder sehen konnte, dass Bett nicht gemacht war (wir wohnen in einer geschlossen Nachbarschaft und kaum jmd kommt auch nur in die Naehe des Hauses...). Dass ich die falsche Gabel benutze oder mein Glas an den falschen Platz stelle.
Es ist hart fuer mich, doch so lerne ich, dass ich mich nicht von Bestaetigung von Menschen abhaengig mache, sondern dass es genug ist von Gott angenommen zu sein. Denn ihm muss ich nichts beweisen oder irgendwas tun damit er mich mehr liebt. Seine Liebe ist einfach da!
Und das coole ist, dass ich durch seine Liebe immer wieder die Kraft finde nicht zu resignieren sondern mich noch mehr bemuehe fuer diese Familie da zu sein und ihnen Gottes Liebe zu zeigen, auch wenn das heisst, dass ich versuchen muss ihren Erwartungen gerecht zu werden.

Samstag, 30. Januar 2010

News

So, ich dachte mir diesmal mache ich es mir einfacher und erzaehl euch per video was so in den letzten tagen passiert ist. das bild ist wirklich schlecht, aber es kommt ja hauptsaechlich auf den inhalt drauf an, also lasst euch von dem Visuellen nicht stoeren.


Montag, 25. Januar 2010

scheinbar kleine Dinge

In den letzten Tagen musste ich immer wieder feststellen, dass scheinbar sehr kleine Dinge doch einen enormen Einfluss haben. Ich musste feststellen, dass meine Stimmung doch sehr von diesen Kleinigkeiten abhaengt, was mir nicht gerade gefaellt...
Am Freitag war ich nach einem Anruf total deprimiert und ploetzlich hatte ich heimweh und einfach nur das Beduerfnis woanders zu sein. Sonntag war auch nicht gerade der beste Tag, doch dann konnte ich fuer jemanden da sein, der jemanden zum reden brauchte und urploetzlich ging es mir gut. Heute war durchschnittlich, doch dann sind wir spontan zu Walmart gefahren. Ich bin wie immer nicht mit den Anderen mitgelaufen sondern meinen eigenen Weg gegangen, und in diesem Fall war es sogar mal von Vorteil. Denn ich hatte einen unserer Schueler getroffen, der gerade mit seinen Eltern einkaufen war. Nachdem er mich freudestrahlend begruesste, stellte er mich seinen Eltern vor. Die Eltern waren vollends begeistert, denn ihr Sohn hatte schon soo viel ueber uns(Paisteam) erzaehlt. Im Endeffekt rief ich die Anderen an, die schon bezahlt hatten und wir haben uns dann circa 20 min mit ihm und seinen Eltern unterhalten.

Was will ich damit sagen?
Erstens: Manchmal sind es kleine Dinge, Worte oder Taten die grossen Einfluss auf uns haben, doch wir muessen lernen darueber hinwegzusehen und uns davon nicht runterziehen zu lassen.
Zweitens: Oft aber geschehen kleine Dinge, denen wir keine Beachtung schenken, die aber sehr entscheidend sind. Wenn wir sie bemerken, werden wir feststellen, dass sie nicht zufaellig passiert sind und dass wir echt ein Grund haben Gott zu loben. Denn oft haben diese kleinen Dinge fuer einige Personen eine Bedeutung!

Mittwoch, 20. Januar 2010

There is always something

In der letzten Wochen auf der SWAP-Konferenz hatten wir am Anfang ein Thema mit dem Titel "there is always something". Paul Gibbs, der Gruender von Pais erzaehlte uns, dass seine Frau und er sich eines Abends darueber unterhalten haben. Denn sie hatte angenommen, dass man irgendwann im Leben an einem Punkt ankommt, an dem alles gut laeuft und es keine grossen Probleme mehr gibt; eine Zeit in der man sich einfach zuruecklegen und geniessen kann.
Paul hingegen hatte nie diese Annahme und er meinte, dass es nie eine Zeit in seinem Leben gab, in der es nicht Probleme gab.
Paul erklaerte uns schlicht und einfach, dass es generell und besonders in diesem Jahr mit Pais sogut wie nie eine Zeit geben wird in der wir nicht mir Problemen zu kaempfen haben. Denn in der Bibel kommt nirgendwo drin vor, dass Jesus keine Sorgen hatte oder dass man auf dieser Erde einen Punkt erreichen kann, an dem man unbeschwert und ohne Probleme leben kann; es heisst ja schliesslich, dass wir um Jesu Willen leiden werden un das wir unser Kreuz auf uns nehmen muessen.
Diese Predigt hat mir sehr geholfen, denn ich hatte die vergangenen Monate oft, wahrscheinlich sogar zu oft, auf die Dinge geschaut die nicht so gut laufen und insgesamt den Problemen zuviel Beachtung geschenkt. Mit dem bewussten Wissen, dass es immer etwas gibt, dass es schwierig ist, faellt es mir einfach leichter. Denn nun liegt mein Fokud nicht mehr auf den Problemen, denn egal wie sehr ich auch gegen sie ankaempfe, sie werden immer da sein, sondern mein Fokus richtet sich mehr auf Gott und der Gewissheit, dass Gott all diese Probleme schon ueberwunden hat. So wirken meine Probleme viel winziger. Zudem will ich jetzt wirklich alles in diesem halben Jahr geben.
Und die letzten vier Tage waren auch richtig gut. Es ging in diesen Tagen nicht um mich, sondern nur darum was fuer die Menschen in meiner Umgebung das Beste waere. Ich habe richtig gute Zeiten mit Schuelern, mit Familienmitgliedern und meinen Teammitgliedern gehabt. Heute Mittag habe ich mich dann gefragt: Gerade schein t alles gut zu laufen, wo ist jetzt "das Etwas", sozusagen das Problem. Und, na klar, there is always something!
Mir geht es in diesen Tagen gut, natuerlich gibt es Kleinigkeiten, aber es geht mir gut. Dafuer geht haben einige Menschen in meiner Umgebung Probleme und welche haben sogar riesige Probleme und Sorgen. Mit diesem Wissen und deren Leid mitzuerleben, zeigt mir wieder, dass es immer etwas geben wird.

Montag, 11. Januar 2010

2010!!!

Hey, ein wundervolles neues Jahr wuensche ich euch!!!
Nach langer Pause dachte ich ich schreibe mal wieder in bisschen von dem was hier so abgeht.
Nach einem nicht sehr erfreulichen Weihnachten war ich auf nem Roadtrip mit ein paar Freunden. Wir waren in dem sehr schoenen Californien, haben dort San Diego, NewPort Beach und L.A. besucht. dann haben wir noch zwei Naechte in VEGAS!! verbracht. War ne sehr geniale Zeit.
Ich habe Unmengen an Fotos geschossen und ueber 100 Videos gedreht, also wenn ich mir mal die Zeit nehme und alles sortiere bzw zusammenschneide, dann werdet ihr davon auch noch was sehen, versprochen!!

So, letzte Woche hier es dann wieder "arbeiten". Innerhalb unseres Teams hatten wir einige Spannungen, die Zeit jedoch in den Schulen und mit den Schuelern war fenomenal!
So und seit heute laeuft die Konferenz SWAP, d.h. dass alle Pais:Usa Teilnehmer jetzt hier in San Antonio sind und wir in den naechsten Tagen richtig viel Spass haben werden, ne Menge Teachings hoeren und anderen Jugendleitern unser Konzept vorstellen werden.
Ich freu mich schon drauf.