Ich bin in einer Familie mit Eltern aufgewachsen, die mich nicht unter Druck gesetzt haben und denen ich nichts durch meine Leistungen beweisen musste.
Hier in Texas ist es genau das Gegenteil. Bei allem was ich tue, habe ich Angst es falsch zu machen.
Mir geht es fast immer um Andere, ich will die Menschen, die ich gerne habe, nicht enttaeuschen, sondern sie erfreuen und ihnen keine Probleme bereiten, sondern ihnen helfen.
Hier, in meiner Gastfamilie, mache ich die Erfahrung, dass egal was ich auch tue und so sehr ich versuche alles richtig zu machen es doch nie ausreicht und immer etwas nicht gut genug oder einfach falsch ist.
Ich komme oft an den Punkt einfach aufzugeben und mir einfach keine Muehe zu geben, denn es kostet eine Menge Kraft. Doch ich weiss, dass ich nicht aufgeben darf, wenn ich resigniere, werde ich auch nicht weiter kommen. Ich weiss, dass ich dadurch viel lerne, auch wenn es arg hart ist und fuer mich vor allem verletzend.
Ich hab in den letzten sechs Tagen zwei Abende frei gehabt und diese mit meiner Gastfamilie verbracht und mich deren Taetigkeiten angeschlossen. Ich versuche mit ihnen Zeit zu verbringen wo ich nur kann, auch wenn ich weiss, dass ich in den naechsten zehn Tagen immer arbeiten muss und meine freie Zeit fuer mich nutzen koennte. Doch sie scheinen das nicht zu schaetzen. Stattdessen bekomme ich zu hoeren, dass ich nicht an Andere denke, da ich meine Waesche zu einem Zeitpunkt wasche, an dem meine Gastmutter ihre Waesche waschen moechte. Dass ich ruecksichtslos bin, da ich Frazer ueber ein Stueck ihres Rasens habe fahren lassen (es waren ca 10cm). Dass ich nur an mich denke, da die Schokolade die ich gekauft habe in mein Zimmer gelegt habe. Dass ich meine Jalousie offen gelassen habe und jeder sehen konnte, dass Bett nicht gemacht war (wir wohnen in einer geschlossen Nachbarschaft und kaum jmd kommt auch nur in die Naehe des Hauses...). Dass ich die falsche Gabel benutze oder mein Glas an den falschen Platz stelle.
Es ist hart fuer mich, doch so lerne ich, dass ich mich nicht von Bestaetigung von Menschen abhaengig mache, sondern dass es genug ist von Gott angenommen zu sein. Denn ihm muss ich nichts beweisen oder irgendwas tun damit er mich mehr liebt. Seine Liebe ist einfach da!
Und das coole ist, dass ich durch seine Liebe immer wieder die Kraft finde nicht zu resignieren sondern mich noch mehr bemuehe fuer diese Familie da zu sein und ihnen Gottes Liebe zu zeigen, auch wenn das heisst, dass ich versuchen muss ihren Erwartungen gerecht zu werden.
klingt ja nicht so gut. ich würd's einfach mal ansprechen. vielleicht steckt ja was anderes dahinter und man kann es in einem offenen gespräch klären.
AntwortenLöschenklingt nett, aber dass glaube ich net,
AntwortenLöschendenn mein hostdad hat eine sehr starke meinung, ich wuerde probleme verursachen, wenn ich es ansprechen wuerde.
die Amis haben es net ganz so mit kritik...
is aber lieb gemeint von dir, danke